Geld auf Reisen
Eine der wichtigsten Fragen ist, wie komme ich eigentlich an Geld auf Reisen im Ausland? Ohne Bargeld geht in vielen Ländern oft nichts (außer in Schweden und China vielleicht). Zwar ist es auch in Entwicklungsländern immer öfters möglich mit Kreditkarte oder per Smartphone zu zahlen, aber besonders im ländlichen Raum ist Bargeld nach wie vor unverzichtbar.
Letztlich gibt es 3 Möglichkeiten:
- Bargeld in Landeswährung tauschen
- Mit Kreditkarte oder EC Karte Geld am Geldautomaten abheben
- Reiseschecks einlösen
Bargeld auf Reisen
In fast allen Reiseländern gibt es die Möglichkeit Bargeld in die lokale Währung zu tauschen. US-Dollar und Euro werden fast immer und überall akzeptiert und bieten bessere Kurse als z.B. „kleinere Währungen“. In der Regel kann man an allen internationalen Flughäfen Geld tauschen, hier sind die Wechselkurse aber meist schlechter als in Städten oder touristischen Hotspots.
Bargeld bereits im Heimatland zu tauschen ist die teuerste und unpraktikabelste Möglichkeit. Einerseits sind die Wechselkurse hier wesentlich schlechter, für exotische Währungen sogar miserabel, noch dazu kommt das die richtige Menge des bentöigten Bargelds schwer abzuschätzen ist. Dadurch muss entweder wieder zurück in Euro getauscht werden oder man muss ohnehin vor Ort nochmal Geld tauschen um dann festzustellen, dass die Kurse viel viel besser sind.
9 Tipps zum Tausch von Bargeld auf Reisen
- Es können nur Banknoten (Scheine) getauscht werden, keine Münzen, lass also alle deine Münzen zuhause.
- Wechselstuben und Geldautomaten gibt es oft erst hinter dem Ankunftsbereich, also hinter dem Visa- und Gepäckbereich. Schau vor Abreise bei Kleinanzeigen rein, ob jemand noch günstig Landeswährung oder US$ von seiner letzten Reise loswerden will, vielleicht lässt sich damit das Visum am Flughafen bezahlen. Die Umrechnungskurse an den Visa Schaltern sind extrem schlecht und Wechselgeld gibt es nur in Landeswährung.
- Vergleiche immer 2-3 Wechselkurse bevor du tauschst und unterschätze nicht die Nachkommastellen, bei 100€ sind hier schnell ein paar Abendessen verschenkt. Tagesaktuelle Kurse kannst du in Apps wie MyWährung oder die Umrechnungskurse von Mastercard sehen
- Zähle das Geld noch am Schalter nach, am besten zu zweit, egal wie oft der Wechsler dir es vorgezählt hat (besonders auf Bali!).
- Wenn eine Wechselstube deutlich bessere Kurse anbietet, ist hier oft etwas faul, sei misstrauisch!
- Nimm verschiedene Geldscheine (100€, 50€, 20€, 10€, 5€) und genügend kleine Scheine mit, so kannst du am letzten Tag auch nochmal kleine Beträge wie 5€ oder 10€ tauschen und dir so die Geldautomaten Gebühren sparen.
- Tausche nur so viel wie du brauchst, Bargeld auf Reisen zurück tauschen (vor allem am Flughafen) ist nur zu einem sehr sehr schlechten Kurs und in Deutschland teilweise gar nicht möglich.
- Stell sicher das keine Kommission oder Gebühren anfallen, seriöse Wechselstuben/Banken tauschen kostenfrei
- Reisepass oder Perso mitnehmen! In vielen Ländern verlangen die Wechselstuben den Reisepass, da die Daten aufgenommen werden müssen.
Vorteile Geld tauschen
- In manchen Ländern bessere Tauschkurse als bei Kreditkartenabhebung
- Keine Geldautomatengebühren
- Kleinstbeträge tauschen möglich
Nachteile Geld tauschen
- Gefahr von Diebstahl bei hohen Mengen an Bargeld auf Reisen
- Teilweise schlechtere Tauschkurse als bei Kreditkartenabhebung
- Aufwand guten Kurs zu finden
Reisekreditkarte

Um sich den ganzen Aufwand zu sparen, ist die Bargeldabhebung am Geldautomaten natürlich eine beliebte Option. Mit der passenden Kreditkarte eine ist das auch eine wirklich gute Alternative um an Geld auf Reisen zu kommen. Aber auch hier gibt es einiges zu beachten.
In einigen Ländern fallen bei jeder Geldabhebung Gebühren von 5-8€ an. An manchen Automaten ist die maximale Menge an Bargeld pro Auszahlung limitiert, sodass bei hohen Beträgen mehrfach abgehoben werden muss. Zudem fallen bei vielen Kreditkarten 1-2% Fremdwährungsgebühren an.
Die Wahl der richtigen Reisekreditkarte spart daher schon mal einiges an Kosten. Wir haben die von uns genutzte Reisekreditkarten miteinander verglichen und zeigen die Vor- und Nachteile der einzelnen Anbieter.
Reiseschecks
Reiseschecks sind eine relativ altmodische Art sich mit Bargeld auf Reisen zu versorgen. Reisechecks sind vorgedruckte Schecks, die du im Voraus kaufen und dann auf Reisen verwenden kannst. Sie sind in verschiedenen Währungen erhältlich und bieten eine sichere Alternative zu Bargeld. Der Hauptvorteil von Reiseschecks besteht eigentlich nur darin, dass sie im Falle von Verlust oder Diebstahl ersetzt werden können. Du musst lediglich den Kundendienst anrufen und den Verlust melden, und die Schecks werden dir ersetzt. Dies macht sie zu einer attraktiven Option für Reisende, die nicht auf Geldautomaten angewiesen sein wollen und sich Sorgen um die Sicherheit ihres Bargelds machen.
Reiseschecks sind zwar nicht mehr so in Mode, aber werden trotzdem noch von größeren Geschäften, Hotels und Restaurants in klassischen Reiseländern akzeptiert. Du kannst sie einfach wie Bargeld verwenden, indem du sie unterschreibst und den Betrag ausfüllst. Dies macht sie zu einer bequemen Option, ähnlich einer Kreditkarte. Darüber hinaus bieten einige Banken auch die Möglichkeit, Reiseschecks gegen Bargeld einzulösen, falls du sie nicht verwenden kannst.
Einen Nachteil gibt es aber, durch den hohen Aufwand fallen natürlich auch Gebühren an. Beim Kauf von Reiseschecks musst du eine Gebühr bezahlen und Banken und Geschäfte können ebenfalls Gebühren erheben, wenn du sie einlöst. Dies kann zu zusätzlichen Kosten führen und man sollte sich genau überlegen ob eine Reisekreditkarte und eventuell eine zweite Backup Kreditkarte nicht doch die attraktivere Option für Geld auf Reisen darstellt.
Trotz der Gebühren und ggf. der nicht mehr vorhandenen Akzeptanz (besonders in Entwicklungsländern könnte es schwierig werden) können Reiseschecks immer noch eine gute Option sein, um dein Geld auf Reisen sicher zu verwalten. Sie bieten eine praktische Möglichkeit, deine Ausgaben zu kontrollieren und bieten zusätzliche Sicherheit im Falle von Verlust oder Diebstahl. Für uns scheiden sie aufgrund der Gebühren und der nicht durchgängigen Akzeptanz aber aus.
Weitere Links
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